Sicherheit im Handel 2019: Nicht ohne geeignete Vorkehrungen

Charles Goldberg | Senior Director, Marketing Mehr zu diesem Autor >

Die digitale Transformation macht auch vor dem Handel nicht Halt. Kunden werden was ihr ganz persönliches Einkaufserlebnis anbelangt immer anspruchsvoller. Händler tun folglich alles, um sämtliche Möglichkeiten auszureizen, sowohl online als auch offline. Das Einkaufserlebnis ist digitaler, personalisierter und vernetzter geworden als je zuvor. Das ist auf den ersten Blick erfreulich. Allerdings hat diese Entwicklung auch einige unerwünschte Nebenwirkungen in punkto Sicherheit. Händler setzen sich neuen Sicherheitsrisiken aus. Technologien, die Komfort versprechen, erhöhen oft genau diese, und zwar für Verbraucher und Händler gleichermaßen. Dessen sollte sich die Branche bewusst sein.

Sicherheit im Handel 2019: Nicht ohne geeignete Vorkehrungen

Dazu kommt, dass die nächste Händlergeneration langsam in bargeldlosen Umgebungen Fuß fasst. Schlange stehen entfällt, und Zahlungen werden automatisch abgewickelt. Ein bargeldloser Marktplatz scheint die ideale Option für Kunden zu sein, die möglichst bequem einkaufen wollen. Allerdings gibt es eine Reihe von berechtigten Sicherheitsbedenken. Mehr Komfort an der einen Stelle bringt fast immer ein höheres Sicherheitsrisiko an anderer Stelle mit sich. Kunden, die sich beispielsweise mit einem zum Ladengeschäft komplementären WLAN verbinden erhöhen das Risikopotenzial. Vernetzte Kunden werden zu wandelnden Datenbanken persönlicher Informationen, was die Gefahr birgt, dass Hacker jede Bewegung nachverfolgen.

Die Hälfte der im Rahmen unseres Data Threat Report, Retail Edition befragten Unternehmen meldete im vergangenen Jahr eine Datenschutzverletzung. Zusätzlich haben 75 % angegeben in der Vergangenheit bereits Opfer einer Datenschutzverletzung geworden zu sein. Die Zahlen lügen nicht. Sicherheit ist für Händler unabdingbar. Das gilt 2019 mehr denn je. Technologien entwickeln sich in rasantem Tempo weiter, und das gilt ebenso für die Art der Angriffe, die ihrerseits immer fortschrittlicher werden.

Es ist nie zu früh sich vorzubereiten. Eine Frage, die sich Händler 2019 definitiv stellen sollten: ist ein erstklassiges Kundenerlebnis die Kosten einer Datenschutzverletzung wert?

Eine eindeutige Antwort ist schwierig. Der Wettbewerb im Handel ist groß und das Kundenerlebnis ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal. Allerdings ist umgekehrt genauso klar, dass eine Datenschutzverletzung das Kundenerlebnis negativ beeinflusst und die gesamte Marke beschädigen kann. Aus diesem Grund wird der Handel 2019 seinen Fokus auf eine ausgewogene und pragmatische Sicherheitsstrategie legen.

Unternehmen werden sich bewusst, dass zu einem nahtlosen Kundenerlebnis Sicherheit selbstverständlich dazu gehört und gehören muss. Das ist für Firmen unumgänglich, wenn sie Kunden, Marke und ihr gesamtes Geschäft vor den Kosten einer Datenschutzverletzung nach Einführung der DSGVO schützen wollen. Um erfolgreich zu sein, sollten Händler Sicherheit allerdings proaktiver angehen als bisher. Dabei soll ein positives Kundenerlebnis genauso sichergestellt werden wie der Schutz vor Kreditkartenbetrug und Datenklau. Wer Sicherheit von vorneherein in seine IT-Strategie mit einbezieht, der wird als Händler schnell die Vorteile dieses Vorgehens erkennen. Insbesondere wenn es darum geht Folgekosten und Reputationsschäden bei einer Datenschutzverletzung zu vermeiden.

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